6/13/11

Ibiza - night


Der salzige, klebende Geruch von Meer in meiner Nase, in meinen Lungen, auf meiner Haut. Das erste Mal seitdem ich fern bin, dass ich Heimweh verspüre.

Eine Bucht auf dieser Seite der Welt. Ich sehe den Mond. Noch nicht voll. Golden umrandet. Boote wiegen auf und ab. Ab und auf. Hoch und nieder. Ich höre wie das rauschende Wasser gegen die kleinen Schiffchen schlägt, höre wie die Wellen dem Strand entgegenrollen.

Lichter. Der Stadt. Gegenüber. Ein Anblick, den ich nach einem Monat gewohnt sein sollte.

Der Mond. Ich sehe ihn doppelt. Dort oben zum einen. Hier untern in der Brandung. Perfekt, die, wie gestellt wirkende, Kulisse umrahmend.

Ich suche nach meinen Zigaretten. „Fumar mata“ steht da. Mit fahrigen Fingern entzünde ich eine. Es ist nicht kalt. Trotzdem kühl genug um die schweren Glieder unbeständig sein zu lassen.

Ich höre Brocken meiner Sprache von drüben hier her wehen. Ich sitze alleine. Lausche der Brandung und dem Moped, dass seinen Motor startet und davon fährt.
Vagabund. Lieber alleine, als wieder meinen Kopf zu verlieren. Als ein einzelner vielleicht erträgt.

Ich werde jetzt da hingehen, wo ich lebe. Gerade. Blutige Filme. Brennende Augen.
Heute habe ich mir von meinem letzten Geld Schokolade gekauft.

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